Blog zum Stiftungsfundraising

Stiftungsfundraising im Nullzinsumfeld

Seit einigen Jahren werden auf Spareinlagen oder Tagesgeld de facto keine Zinsen mehr bezahlt. Erste Banken verlangen deshalb ab einer gewissen Einlagesumme « Negativzinsen » . Schweizer Staatsanleihen werden sogar negativ « verzinst ». 

Nun ist es so, dass kleinere und mittlere Stiftungen ihre Ausschüttungen i.d.R. aus dem Zinsertrag ihrer Anlagen gemacht haben. Dieses Ertragsstandbein ist im Zuge der Nullzinspolitik der Schweizer Nationalbank praktisch weggebrochen. Wir hören deshalb immer wieder am Telefon von kleineren und mittleren Stiftungen, dass sie ihre Ausschüttungen reduziert haben oder diese aus dem Stiftungskapital bestreiten. Es gibt aber auch Stiftungen, welch z.B. in Immobilien investiert sind und deshalb weiterhin eine gute Ertragslage haben.

Stiftungen mit grossem oder sehr grossen Stiftungskapital sind dagegen sehr oft in Aktien oder Liegenschaften investiert. Diese Investitionsgruppen haben in den letzten Jahren gut bis sehr gut rentiert. So müssen solche Stiftungen keinen Sparkurs fahren und können weiterhin Ausschüttungen im gewohnten Umfang vornehmen.

Als Reaktion auf diese Situation haben die Stiftungsverbände ihren Mitgliedern geraten, sich v.a. auf bestehende Projekte zu konzentrieren. Die kleineren und mittleren Stiftungen haben deshalb oft ihre Vergabepraxis entsprechend angepasst. Sie versuchen v.a. laufende Projekte weiterhin zu unterstützen. Neue Projekte haben es deshalb schwerer, bei Vergabungen berücksichtigt zu werden.

Grosse und sehr grosse Stiftungen sind jedoch meist in der Lage, auch neue Projekte anzunehmen. Aufgrund ihrer hohen Ausschüttungen erhalten diese Stiftungen auch sehr Gesuche, was die Chance eines einzelnen Gesuchs schmälert.

Dies bedeutet, dass das Stiftungsfundraising in der Praxis anspruchsvoller geworden und der Wettbewerb um Vergabungen härter geworden ist. Dies ist jedoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: Denn gute Projekte haben nach wie vor gute Chancen auf Stiftungsmittel, sofern die Gesuche auf hohem Niveau präsentiert werden. 

Deshalb lohnt es sich für Hilfwerke, mit professionellen Stiftungsfundraisern zu arbeiten. Denn diese Stiftungsfundraiser wissen aus ihrer Beratungspraxis, an welchen Stellen der Hebel anzusetzen ist, dass ein Gesuch überzeugt und bei Stiftungen ins Schwarze trifft.

Für Hilfwerke, welche keine eigenen Stiftungsfundraiser haben, kann es sich darum lohnen, mit einer externen Stiftungsfundraising-Agentur zu arbeiten. Auf diese Weise kann sehr oft mit bescheidenem Budget und ohne Lohnfixkosten ein Stiftungsstandbein aufgebaut werden, welches für das Hilfswerk mehr Spenden und mehr finanzielle Sicherheit bedeutet.

Horst Peter Bührer

www.creatingbridges.ch

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